Fish and Fun

Lieber Besucher, liebe Besucherin

 

Vielleicht werden Sie ja noch erstaunt sein, auch als Fischer, was da in den bernischen Gewässern herumschwimmt =)...

ds nöie logo vo fishandfun © by Je
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Fr

16

Mai

2014

Tag 7 Sturm am See

Heute hatte ich es endlich geschafft, um 03:45 hatte der Wecker geklingelt und ich war wach. Der Blick aus dem Fenster war schrecklich, alles flog durch die Luft, es windete extrem stark. Dabei war ich, um vor dem Wind auf dem See zu sein, so früh aufgestanden. Jacke an und raus auf den Steg. Bei diesen Wellen würde es wohl nicht lange dauern, bis mein Boot kentert. Ok das wird wohl heute nichts mit Fischen, war mein erster Gedanke, und so war es dann auch. Deshalb gibts heute auch kein Fischfoto.

 

Das Alternativprogramm war lesen oder ähnliches, mmh langweilig. In einer der 50 Geschichten, welche ich diese Woche zu hören bekam ging es doch um ein Oldtimermuseum ...

So fuhren wir etwa eine halbe Stunde mit dem Auto durchs Land und waren dann beim Oltimermuseum (Autos&Motorräder) angekommen. Wir liefen schnurstracks ins Museum. "Und wo müssen wir bezahlen?" fragte ich, "Ah das ist gratis, das ist von einer Stiftung". Ich war sehr überrascht, in der Schweiz wäre so ein Museum sicherlich nicht gratis. Die Autos gehörten alle Privatpersonen, welche ihr Gefährt zur Verfügung gestellt hatten und man konnte sehen wann und von wo sie es gekauft hatten, war noch interessant.

Es war alles da von Ford T, über den Trabbi, bis zum VM Beetle. Mich interessierten aber natürlich die Motorräder am Meisten, doch da waren leider nicht so viele vorhanden.

Da die Speicherkarte der Kamera doch lieder im Haus im Warmen, noch im Adampter eingesteckt, blieb und mein Netbook nicht mit meinem Handy klar kommt, werden dann die Fotos in den nächsten Tagen in der Galerie zu finden sein.

 

Anschliessend gings dann noch in ein kleines Fischereigeschäft, wo ich mir dann ein Filetiermesser als Souvenir kaufte, passend zu den Filetierlernstunden, die ich hier absolvierte.

Am späteren Nachmittag hatte sich dann der Wind etwas gelegt und wir bauten dann den zweiten Steg zusammen(ein Teil davon ist im Bild links zu sehen), denn Diese werden jeden Winter vom Wasser genommen, damit sie nicht vom Eis zerstört werden. War noch eine schwierige Angelegenheit, bei dem Wellengang, und nass wars auch...

 

Dann war schon wieder 17:00 Uhr, wie jeden Tag war das Sauna Zeit.

Zur Feier des Tages wurde dann der Steg von mir mit einem Sprung in das 12-14 Grad kalte Wasser eingeweiht. Und der Steg war noch ganz geblieben!

 

Die Wetter Bedingungen wechseln hier sehr schnell innerhalb von einer halben Stunde war der See am Abend Spiegelglatt. So konnte ich heute noch einen der schönsten Abenden geniessen. Kaum vorstellwar, bei diesem Sturmwetter am Morgen.

 

Wenn ich nun den Wetterbericht der Schweiz für Sonntag mit 25 grad anschaue, dann freue ich mich schon, keine eingefrohrenen Hände und Füsse mehr zu haben.  Andererseits würde ich jetzt noch eine Woche länger hier bleiben sähe das mit der Wärme auch schon ganz anders aus.

Alles in allem waren das für mich super Fischerferien inklusiv den Erlebnissen mit der Finnischen Kultur. Ich fand es ziemlich lustig vom einheimischen Fischer als " a real fisherman" bezeichnet zu werden, und dass mich im Dorf schon alle kannten, als den jungen Schweizer Fischer, der mit den neuen Fischertechniken und seinem Hightech Fischerequipment, dabei hatten sie mich noch nie gesehn.

 

Ich hoffe dass ich nicht das letzte Mal hier gewesen bin. Denn wer Natur erleben will, der ist hier genau richtig.

 

Mich hat es sehr gefreut, dass mein Blog so zahlreich verfolgt wurde, hätte ich nicht gedacht :) Ein Merci an euch!

 

In dem Sinne, bis zum nächsten Mal, euer real Fisherman hehe.

 

 

 

Ps: eine Bildergalerie mit noch mehr Bildern folgt in den nächsten Tagen.

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Do

15

Mai

2014

Tag 6 - The third time is the charm

Der Zweitletste Tag hier in Finnland hatte es in sich.

Am Morgen war ich auf dem See und wollte wieder den Eglis nachstellen.

Da sah ich jemanden beim Einholen der Reusen, das erste Mal überhaupt, dass ich nicht der Einzige auf dem See war. Es stellte sich dann heraus, dass es ein Freund meines Gastgebers war, einer der zwei Fischer hier am Ihainen-See. Während wir etwas plauderten hörte ich natürlich nicht auf mit Fischen, da ich stehts meinem Vorsatz folge " Ist der Köder nicht im Wasser, fängt man auch nichts.". Er zeigte mir dann seine beiden riesigen Eglis, welche er aus der Reuse entnommen hatte und fragte mich wie ich den fische. Mit Händen und Füssen probierte ich mich zu verständigen, da er scheinbar nicht besonders gut Englisch spricht, und das mit Finnisch bei mir sowieso kein Thema ist. So zeigte er mir seine neue Angelrute, die er gekauft hatte, er aber nicht wusste wie er sie einsetzen konnte, er seie mit dem neuen Zeugs nicht so vertraut. Ich fand dies ziemlich lustig, da ich persönlich kein Auto kaufen würde, bevor ich weiss wie man es fährt. Henu, so erklärte ich ihm seine neue Angelrute und wie er damit die Köder in seinem Plastiksack verwenden muss. 

Lange Rede kurzer Sinn, er zeigte mir wo die besten Fangplätze waren, und sagte mir ich könne mich dann sonst auch in seiner Reuse bedienen.

So fuhr ich sofort zum vorher gezeigten Egliplatz.

Es war eine Steilabfallende Kante die von etwa 8 auf 20 Meter hinab geht. So lies ich mich vom Wind über den Abhang treiben und wurde sofort mit einem schönen Egli belohnt.

Nach einer kurzen Teepause, da es dank Wind doch immer noch ziemlich kalt war, ging es zurück zum zuvor besagten Hotspot. Kaum den Köder am Grund, hatte ich mein bis jetzt grösstes Egli an der Angel. Als ich den Fisch die 20 Meter hochgepumpt hatte machte er mir dann deinen Strich durch die Rechnung, öffnete sein Maul und Schüttelte den Hacken weg, und das bevor ich den Kescher bereit hatte. Scheisse... das war wohl mein Rekord Egli mit geschätzten 35-40 cm. Wo ein Egli ist, sind auch noch andere, also Köder runter und Zägg schon wieder einen drann. Dieser wollte sich dann auf die selbe Weise befreien, doch gelernt von vorher hielt ich den Kescher bereits in der Hand. Er schon wieder schüttelte sich der Fisch frei, doch im letzten Moment konnte ich den Fisch noch mit dem Kescher einfangen. Huch Glück gehabt, doch leider nicht so gross, wie der vorherige. So konnte ich dann am Abend noch das dritte Egli für heute fangen und ich und die Möven waren glücklich. Die Möven wussten bereits wenn ich mit dem roten Eimer kam, dass es etwas zu fressen gibt, so konnten sie heute drei mal profitieren, und ich konnte meine Filetierkünste verbessern.

 

In dem Sinne bis morgen, das wird dann wahrscheinlich mein letzter Artikel sein.

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Mi

14

Mai

2014

Tag 5 - Am Abend werden die Faulen fleissig

Der Plan war heute am Morgen früh in den See zu stechen, doch das wurde nichts. Mein Unterbewusstsein hatte den Wecker aktiv ignoriert.

So ging es dann also erst nach dem feinen Finnischen Frühstück zum fischen.

Mit geschätzer Windstärke 5 brauste der Wind bereits über den See. Ich kam kaum vorwärts... 

Voller Elan ruderte ich wie ein Verrückter zum Eglifangplatz von Vorgestern. Gummi Twister montiert hatte ich recht schnell den ersten Hecht an der Angel. Leider Verabschiedete dieser sich mit einem Sprung aus dem Wasser direkt vor meinem Boot. Dann ging lange nichts, seehr lange nichts, zu lang war ich schon dem eisigen Wind ausgesetzt. Ich wartete nur noch bis Rauch aus dem Kamin der Sauna kam, um mich dann wieder aufzuwärmen. Da ich nun jeden Tag in der Sauna waren für mich 100 Grad kein Problem mehr, was ziemlich erstaunlich war, in anbetracht, dass ich am Sonntag schon bei 85 Grad fast zusammen geklappt bin :)

 

Bis der Wind wieder  nach liess bastelte ich ein paar neue Köderzusammen. Dann kam plötzlich ein mir unbekannter Finne in den Garten und schaute gespannt durchs Fenster. Scheinbar hatte es sich im Dorf bereits herumgesprochen, dass ein Schweizer mit, in seinen Worten "Profi Angelruten" am Ihainensee zu gast war.

Mein Gastgeber präsentierte ihm voller Stolz mein Fischer Equipment, während ich mit einem Schmunzeln im Gesicht ihnen zusah.

 

Anschliessend verabschiedete ich mich von den Beiden um wieder auf den See zu fahren. Immer noch nichts, nicht einmal einen Biss.

Es war schon wieder Zeit fürs Abendessen, so konnte ich ein Schweinebacken-Ragout geniessen. Ja ich musste lachen, als ich das Menu auf der Tafel sah. Ach du heilige Schweinebacke, wird wohl mein neues Fluchwort hehe.

Um mein Ego vor einem zweiten Fisch aber ohne Fang Tag zu bewahren fuhr ich um 21:00 Uhr nochmals auf den See. Mit dem von mir lieb benannten Astronauten-Wobbler versuchte ich noch einen Hecht zu erwischen. Austronauten-Wobbler? ich nenne ihn so, da ich mir nicht ganz klar ist was dieses Plastik-Teil darstellen soll, es schwimmt wie ein Fisch, sieht aber au wie eine überdimensionierte Bienenmade in weiss. Ist ja egal. Auf jedenfall sagte ich mir, so noch den letzten Wurf, dann geh ich Schlafen, und Zägg hing dann ein schöner Hecht drann. Er lieferte mir den schönsten Drill bis jetzt in dieser Woche, und ist auch der grösste bis jetzt. Voilà  Tom und Jérôme, hier ist euer Hecht , am Gilet genommen, natürlich ;).

 

In dem Sinne bis Morgen, ich starte Morgen erneut einen Versuch bei Sonnenaufgang, nur das Problem ist eben, hier geht die Sonne schon um 04:30 auf.

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Di

13

Mai

2014

Tag 4 - Klein aber fein

Heute war das Wetter ziemlich suboptimal. Der Wind war noch stärker als gestern und geregnet hat es auch wie aus Kübeln. Doch ich bin ja schliesslich zum fischen hier, also hielt mich das nicht auf. Am morgen suchte ich die Eglis an der selben Stelle wie gestern, jedoch schienen sie nicht in Beisslaune zu sein. Der Wind hatte gedreht, so wurde ich immer näher ans Ufer getrieben, als dann ein kleiner Hecht sich den Twister schnappte. Dieser war aber so knapp gehackt, und doch etwas sehr klein, ich musste nur kurz die Schnur locker lassen,und dann war er schon wieder in der Freiheit. Fünf Stunden ohne gross Bisse zu vermerken und nasse Füsse vom vollgeregneten Boot waren mir dann genug. So legte ich eine Sauna Pause ein, bis es am späteren Nachmittag aufgehört hatte zu regnen. 

Da das mit den Eglis nichts war heute versuchte ich noch einen Hecht zu erwischen, dies gelang mir zwar noch weitere zwei Male, jedoch hatten beide ziemlich den Grössenwahn, da sie selbst nur etwas mehr als doppelt so gross waren wie der Wobbler. Das war dann schon alles was heute auf dem See passierte acht Stunden im Regen waren dann doch genug. Aus diesem Grunde gibt es heute auch kein Fischfoto, da alle wieder released wurden.

 

Doch zum Abendessen waren ja noch die Eglifilets von gestern geplant.

Als Vorspeise im Bierteig mit Salat schmekte wieder einmal alles köstlich, ich esse hier wie ein König.

 

In Hoffnung auf etwas weniger Wind gehts morgen früh bei Sonnenaufgang auf den See.

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Mo

12

Mai

2014

Tag 3 - Viel Wind kann auch ein Vorteil sein

Aufgrund des schlechten Wetters gings am Morgen ins Dorf in einen typisch Finnischen Trödelladen, wo ich mir, was nicht anders zu erwarten war, ein paar Fischereiartikel kaufte. So ein komischer Fisch aus Blei, mit Hacken an Kopf und Schwanzflosse kam mir vom Fernseher irgendwie im Zusammenhang mit Eislochfischen bekannt vor. Da so etwas in der Schweiz noch nie gesehn hatte, musste ich das skurile Ding fast kaufen.

 

Zurück vom Einkaufen gings dann wieder auf den See, ziemlich viel Wind und grosse Wellen herrschten über mein kleines Ruderboot, mehr als ich mir dies gewünscht hätte. Ziemlich mühsam ruderte ich etwa 10 minuten gegen Wind und Wellen mitten auf den See, um dort nach Eglischwärmen zu suchen. Schwimmende Kanister von Netzfischern schreiten förmlich danach um es hier zu probieren.

Also lies ich mich vom Wind quer über den See Treiben, um so die Fische zu finden.

 

Meine self-made Egligambe mit Gummitwister in verschiedenen Farben und grössen trieb durch den See und promt war schon ein ziemlich grosses Egli am Haken. Mit dieser Taktik konnte ich den ganzen Nachmittag mehrere Eglis fangen. Da später aber nur noch die kleinen beissenwollten wechselte ich auf den am Morgen gekauften bleifisch. Den Bleifisch konnte ich aufgrund seines Gewichts problemlos nur wenige Zentimeter über Grund hüpfen lassen und auch so folgte dann das zweite grosse Exemplar. Das Skurile Ding fängt tatsächlich.

Zum Abendessen gabs dann den gestern gefangenen Hecht.

Im Backofen in einer Weisswein/Buttersauce gegart, mit Schnittgemuse und Reis schmeckte es unglaublich gut. Das war heute wohl der feinste Fisch allerzeiten.

 

In dem Sinne freue ich mich auf die Eglifilets morgen.

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So

11

Mai

2014

2. Tag - Glück im Unglück

Am morgen startete ich mit der Egli Jagd, welche jedoch nicht sehr erfolgreich verlief also ging es am Nachmittag in die Sauna mit anschliessendem, für Finnen obligatorischen Bier.

Das Wetter wurde besser, und da die Eglis noch nicht gefunden waren, entschloss ich mich den Hechten zu widmen. Es sollte nicht lange dauern da war schon der erste am Hacken, kurz vor dem Boot befreite er sich dann aber durch einen Sprung aus dem Wasser. Zwei weitere Male konnte ich den Fisch nicht landen, so war dann der erfolgversprechende Köderwechsel nötig.

 

Mit dem neuen Savagegear Wobbler im Egli Design konnte ich dann einen kleinen Hecht landen. Perfekte grösse fürs Abendessen morgen :)

Am Abend wollte ich dann noch kurz meinen neuen Wobbler testen.

Da er aber zu gross zum Auswerfen war, probierte ich mich mal im Schleppen.

Köder draussen, Rute kurz hingelegt um zu rudern und plötzlich bleibt der Köder an etwas hängen und in Sekundenschnelle war die Rute im Wasser. OK tief durchatmen und sich den genauen Ort einprägen, da die Sicht aufgrund des Eisengehalts so schlecht ist, dass man den Boden nicht mehr sieht.

Verschiedene Bergungsversuche zu zweit mit Netz und Hacke verliefen erfolglos.

Zum Abendessen war die Rute eigentlich fast abgeschrieben, doch ich wollte nicht aufgeben. Also fischte ich mit einem Gummifisch den Grund ab und tatsächlich hing meine Schnur am Hacken. So konnten wir erfolgreich die Rute inklusive Köder vom Boot aus bergen. Der Lodge Besitzer sagte zu mir nur noch: " Das si äbe Adventure-Ferie".

 

Fazit:

Für alle, mich eingeschlossen, die sich einmal gefragt hatten, wie gut wohl eine Fischerrute schwimmt, habe ich wohl heute unfreiwillig den Test gemacht. Sie sinkt schneller als man überhaupt reagieren kann.

Wer hätte gedacht, dass ich dies mal mit meiner teuersten Rute teste, und das dazu noch in einem See, in dem man kaum einen Meter tieft sieht.

Ehrlich gesagt war das Erfolgserlebnis grösser wieder die Rute in der Hand zu haben, als beim Hecht heute. In dem Sinn wird mir der heutige Tag nicht als der Tag an dem ich den ersten Finnischen Hecht bezwingen konnte, sondern viel mehr als der Tag an dem ich meine eigene Angel aus dem See gefischt habe, in Erinnerung bleiben.

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Sa

10

Mai

2014

1. Tag am Ihanainen-See

Nach 12 Stunden bin ich nun endlich am Ihanainen See angekommen.

Die Lodge ist super und das essen schmeckt grossartig.

Ich konnte es nicht lassen mit dem kleinen Ruderboot mir noch kurz vor Sonnenuntergang den See anzuschauen. Grösser als erwartet, rudere ich doch 15 minuten quer über den See. Durch den hohen Eisengehalt im Wasser ist die Sicht unter Wasser auf einen Meter beschränkt. So werden morgen also die Neon Köder ausgepackt.

 

 

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Mi

07

Mai

2014

Finnland Blog

Herzlich Willkommen im Finnland Blog.

Wird ab dem 10.5.14 täglich aktualisiert.

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